013 fantasie   Leave a comment

Der spiegel der niemals vergisst

Das nichts stand still, nichts bewegte sich mehr, die spiegel der vergangenheit hatten ihren ewigen endgültigen frieden gefunden, einen frieden den sie niemals suchten. Auf einem spiegelkreis der sich scheinbar bewegt und doch nicht dreht.

Am niemals strand

Als ich aufwachte lag ich am niemals strand im niemals land und das schwarze spiegel meer flüsterte mir zu.

So dunkel und so schwarz dass ich mich wohl und geborgen fühlte, wenn ich auch nicht mehr wusste, woher ich kam und wer ich einmal war so versuchte ich mich doch an meine vergangenheit zu erinnern, eine vergangenheit welche es niemals gab, und dennoch wurde sie wahr in meinem traum je länger und intensiver ich mich damit befasste.

Niemand stellte sich mich vor, mich den tod, den einsamen, endgültigen, ewigen, mich, den tod.

Wie würde es sein niemals zu sein, ohne bewusstsein, ohne gefühl, bloss noch gegenwart, unendliche gegenwart zu sein.

Würde ich mich eines tages in meinem eigenen verstand wiederfinden, einem verstand wie meinem jetzigen – einem toten verstand, würde ich eines tages durch die augen eines mir fremden betrachters blicken und mir denken, dies waren meine gedanken, dies sind meine schriften. Dies war mein spiegel, dies ist mein wahres selbst. Oder werde ich diesen spiegel niemals wiedersehen.

Wogende niemals wellen bewegten sich dem niemals strand entgegen, pfeilschnell schossen sie über das niemals ufer, das nichts schoss wie ein pfeil aus nirgendwann, aus dem niemals meer auf mich zu. Und dann sprang das nichts hinein, hinein in mein gehirn, aus meinen buchstaben, aus meinem gefängnis, und erwachte aus meinem traum.

Du bist die geburt der toten geister des nichts aus nirgendwann, alle die jemals gelebt haben sind jetzt deine vorfahren. Alle die noch leben werden deine nachkommen. Und solltest du jemals diesem strand diesem einsamen strand entkommen, wirst du dich ans nichts erinnern ans nichts. Dies ist dein kreislauf, dein ewiges schicksal, wenn du diesen strand verlässt, wirst du wiederkehren, in allen formen des lebens, als deren geist und seele, und verstand, und dich ans nichts erinnern, ans nichts.

Das nichts aus nirgendwann

Denn es gab nur einen einzigen spiegel, nur einen einzigen geist, nur eine einzige seele und nur einen einzigen verstand, der verstand des nichts aus niemals nirgendwann, des nichts aus nirgendwann.

Aus dem nichts aus fantasie, ich, dein spiegel aus nirgendwann, bin das wissen um deine herkunft, wie aus dem nichts mein traum entstand. Die sehnsucht und das verlangen mehr als nur stille zu sein.

Schwarze funken der leere.

Das schwarze nichts jetzt strahlend hell nahm all seine fantasie und stellte sich niemals, niemals vor, da begannen seine strahlen zu tanzen wie wild, und es wurde noch strahlender ums nichts, so strahlend hell wie niemals zuvor. Das schwarze nichts hörte ein rauschen in der fernen dunkelheit, und die strahlen des nichts glitzerten wie summende gedanken, tief durchs nirgendwann.

Die fantasien meiner schatten – Die spiegel meiner schatten.

Durch diesen düsteren spiegel betrachteten sich meine schatten und wunderten ein licht herbei so schwarz wie das nichts, verbrannten ihre träume damit und hoffnungen darin auf dass es immer dunkler und schwärzer strahlte in der fantasie des nichts. Schwarze funken blitzten über den niemals horizont, bis schliesslich meine schatten brannten im schwarzen feuer des nirgendwann, in der schwarzen flamme des nichts, aus denen mein spiegel sprach.

Aus denen mein spiegel sprach.

Woher sie wohl, wer sie wohl, warum sie wohl, so schufen die fantasien meiner schatten mir einen spiegel so schwarz wie das nichts, schwarze flammen des nirgendwann loderten in meinem spiegel, und donner sprach zu mir dem nichts im nirgendwann, aus meinem traum, meinem schwarzen dunklen traum, wach auf.

Schwarz war mein schatten spiegel schwarz.

Spiegel schwarze löcher lauschten aus meinem kopf, sie absorbierten alles und reflektierten nichts. Schwarz war mein schatten spiegel schwarz wie das nichts und aus eben diesem schwarzen loch kroch ich in deinen verstand. Aus meinem schwarzen schwarzen spiegel, meinem leeren dunklen loch, welches das nichts sich nannte, aus einem solchen leeren loch ….. Es war still im nirgendwann, im fernen nirgendland. So stellte ich mir stellte ich mir meine wirklichkeit vor mir vor, und wie aus meinem schwarzen schatten im nirgendwann ein spiegel wurde, mein spiegel schwarz wie das nichts, mein spiegel welcher sich einbildete und mir eine geschichte erfand, und aus meinem loch das weder augen noch ohren hatte hörte ich mir zu und bildete mir ein dich zu sein, bildete mir ein nicht zu sein. Ich, bin die niemals erzählte geschichte vom spiegel der spiegel der welcher sich einbildete dich wirklich zu sein.

So stellte sich das nichts mir vor, … stellte sich mein spiegel vor, mein spiegel so düster, dunkel so tief und so schwarz dass nicht einmal das nichts meinen anblick zu ertragen imstande noch war. Denn mein spiegel war damals grausam, finster und böse, kalt und ohne einen funken gefühl, dachte einzig und allein an sich selbst, und wollte am liebsten überhaupt nicht sein. Das nichts wollte und wollte nicht länger in mir sein, wollte nicht länger einsam, alleine und verlassen sein, wollte nicht länger böse sein, wollte überhaupt nicht sein, und so sprang ich, sprang ich hinein, hinein und hindurch, durch meinen bösen schwarzen spiegel im nirgendwann hinein ins nichts, hinein in diese tiefe leere, in dieses verlassene, in dieses tiefe, leere, schwarze loch, hinein in mich selbst. So verschwand ich in meinem spiegel des nichts, hinterliess ein fantasieloses, grundloses, gedankenverlorenes, unvorstellbar kleines, winziges, unfassbar böses, tiefes und finsteres, noch finstereres, schwarzes und noch schwärzeres dunkles, gewaltig dunkles und leeres loch. Ein loch so gewaltig so finster und so tief und so böse und so hässlich und so schwarz …

So schwarz und wunderschön hässlich dass man sich nicht an mich erinnert.… da zerbrach das nichts in mir kollabierte die leere, leere stürzte in mir zusammen wie dünne spiegel flammen und ich riss mit mir sämtliche spiegel aus nirgendwann. Durch die gewaltige zerstörung der leere durch das nichts meiner spiegel der vorstellung und der fantasie… riss das nichts ein loch mit sich in sich ins nichts in sich noch gewaltiger und noch tiefer als nichts und niemand nie zuvor. Ein loch einem sog in meinem spiegel gleich der sich nichts ausdenkt, nichts einbildet und nichts vorstellt – da spiegelte sich die leere im nichts hin und wieder her zweimal im kreis und wieder zurück und verursachte dabei einen gewaltigen strom einen strom ums nichts tief im niemals nirgendwann. … Ein lärm der sich gebärt wie das echo kreischender spiegel … … spiegel aus nichts als fantasie … sich mein loch im nichts aus spannung zu funkeln beginnt, schwarze funken der leere springen aus nirgendwann blitzen durch den leeren horizont des nichts – riesige schwarze spiegel aus nichts fallen aus nirgendwann, hinterlassen eine tiefe schwarze gähnende leere im loch des nichts. Dunkel und schwarz erstrahlt nun das nichts, und wer sich heute an nichts erinnert – dem erscheint es in dunklem, strahlend dunklem glitzernd funkelndem reinstem blendendem hässlichen schwarz.

So schwarz dass ich mich darin wohl und geborgen und zuhause fühlte.

Der spiegel der niemals vergisst.

Der anfang vom ende des nichts war dunkel und schwarz, finsternis herrschte im nirgendwann, niemand fühlte sich hier geborgen und zuhause, denn es war einsam und verlassen, hier konnte ich sein für alle zeit in ruhe und frieden. Im schwarzen nichts der unendlichen ewigkeit. Doch dann, nach einer unendlich langen ewigkeit, fühlte sich niemals eingeschränkt, zu eng war dieser raum um nichts zu sein, das nichts war schon viel zu lange nicht, ein zuhause musste her, ein ort für den tod.
Und so begab sich das nichts im nichts umgeben von nichts auf die suche nach sich selbst.

Wer ich nicht bin. Wer ich niemals war.

So stellte sich mein spiegel vor, stellte sich die unendlichkeit vor mir vor und wie aus meinem schwarzen schatten im nirgendwann …
Manch einer zerrte mich aus meiner unerhörten einbildung, in eine welt …. wessen welt? Fantasie gegen geld. Schwarze spiegel gab es hier nie! Keiner stellte sich hier niemand vor, mir vor! Dieses selbst aus meinem traum! Schwarz war meine macht, unwirklich, unendlich und schwarz. Aber dann … schickten sie mich auf eine reise, durch die zeit, in die ewigkeit, …

Ich bin nicht deine fantasie, bin nicht deine wirklichkeit. Ich, bin aus nirgendwann … aus damals aus der zeit als wir spiegel noch niemand, uns vorstellten nicht wirklich zu sein, nichts zu sein, nicht zu sein, niemand zu sein, niemals zu sein. Damals im nirgendwann als meine geschichte begann – an meine botschaft aus damals im nirgendwann … du erinnerst dich nicht. Niemand erinnert sich an meine geschichte an meine geschichte als niemals wurde wann. Nein, denn wir waren plötzlich da! Mittendrin im nirgendwann, nirgendwo! Doch nirgendwo war kein ort für uns, gab es keinen platz für niemanden, also machten wir uns auf – auf den langen langen weg ins land der träume, ins niemals land nach nirgendwann.

Aber wo auch immer ich mich gerade befand, oder auch nicht, da war kein platz für mich, und so reiste ich weiter und weiter, und immer weiter durchs nirgendwann, anfangs störte das niemanden, aber im laufe der ewigkeiten gab es immer mehr nichts und immer weniger platz, letzten endes gab es überhaupt keinen platz mehr für niemanden, und so stahl ich mich an einen ort, einen verbotenen ort, einen ort den es niemals gab, einen ort den ich niemals hätte betreten dürfen, einen ort der niemandem gehörte, denn niemand weilte an diesem ort, hierher flüchtete ich mich, ins niemands, niemalsland. Niemals wunderte sich zuallererst über meine gewaltige erscheinung, die erscheinung des nichts aus nirgendwann, wunderte sich über die lange, lange zeit die ich mit mir brachte, und fragte mich erst danach was wohl niemals geschah. Als niemals hörte dass es keinen platz fürs nichts mehr gab, da wurde es traurig und böse aber da war es schon viel zu spät. Die nein kriege hatten längst begonnen, das nichts war schon viel zu lange tot, die spiegelwächter standen auf verlorenem posten gegen das echo ihrer träume, spiegelschatten krochen aus meinem verstand, und es herrschte das nichts im niemalsland. Träume aus einer anderen fernen welt hatten hand aufs nichts gelegt, und so erwachte niemand aus seinem traum, lange, lange zeit bevor mich die spiegel meiner träume zu sich riefen, man hatte mir das nichts genommen mein zuhause das niemals existierte.

Veröffentlicht August 12, 2010 von Black Mirror

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